Aktueller Sachstand

In der Region „Bergisches Wasserland“ sind bis zum 03.07.2020 18 Projekte gestartet und drei abgeschlossen. Weitere Anträge sind bei der Bezirksregierung in der Prüfung. Bisher wurden durch den Vorstand in neun Projektaufrufen über 2,4 Mio. Euro für 38 Projekte reserviert, es stehen noch ca. 47.000 Euro zur Verfügung. Der nächste Bewerbungszeitraum wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Projekte sind nach Handlungsfeldern sortiert.

Kooperationsprojekte

Ku(h)rios

Es ist wichtig, dass Kinder den Zusammenhang zwischen Kulturlandschaftspflege durch Landwirte und Umweltschutz verstehen. Deshalb sollen ca. 250 Schulklassen an einem Umweltbildungsangebot auf landwirtschaftlichen Betrieben teilnehmen können. Die Anreise mit dem Bus ist kostenfrei. Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt der beiden biologischen Stationen im Oberbergischen und Rheinisch-Bergischen Kreis. Ein externer Dienstleister wird damit beauftragt, die Unterrichtsmodule zu entwickeln und begleitende Unterrichtsmaterialien zu entwerfen. Die Busfahrten der Schulklassen von der Schule zum landwirtschaftlichen Betrieb sind kostenfrei.

Antragsteller: Biologische Station Rhein-Berg in der LEADER Region Bergisches Wasserland und Biologische Station Oberberg in der LEADER Region "1000 Dörfer-Eine Zukunft"

Ausgaben in unserer Region: 126.200,40 Euro  

LEADER-Mittel aus unserer Region: 82.030,26 Euro

Bergisches Blütenme(h)r

Immer häufiger wird in verschiedenen Medien wie Zeitungen und Fernsehen über das Insektensterben berichtet. Grund dafür sind wissenschaftliche Untersuchungen, die einen drastischen Rückgang in der Biomasse der Insekten nachweisen konnten. Viele Menschen möchten sich nun der Problematik widmen und planen, beispielsweise Blühstreifen anzulegen. Oftmals verwenden sie für die Anlage von Blühflächen allerdings gebietsfremdes Saatgut, das der heimischen Insektenwelt nur wenig nützt und zu einer zunehmenden Florenverfälschung beiträgt. Denn viele Insekten sind an heimische, oftmals nur an bestimmten Standorten vorkommende Pflanzenarten angepasst. Fehlen diese Pflanzen können auch die angepassten Insekten nicht überleben. Zudem fehlt es an Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten.
Das Projekt Bergisches Blütenmee(h)r soll nun das Engagement der Bürger in eine naturschutzgerechte Richtung lenken. Durch eine Kombination von Workshops, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit sollen mit dem Kooperationsprojekt der bergischen Agentur für Kulturlandschaftspflege möglichst viele Bürger erreicht werden. Ein Teil des Saatgutes wird kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Antragsteller: Bergische Agentur für Kulturlandschaft

Ausgaben in unserer Region: 28.150 Euro

LEADER-Mittel in unserer Region: 19.000 Euro

Handlungsfeld 1: Leben und Arbeiten

MINT - Sinnliche Technik

Das Drei-Städte-Depot wird an den acht Arbeitsplätzen technische und physikalische Experimente ermöglichen, um das Interesse und die Begeisterung für Technik zu wecken. Die teilnehmenden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen sollen die Chancen des technischen Wandels und der Nachhaltigkeit begreifen und erkennen. Die Kurse werden sowohl im Freizeitbereich wie auch im Rahmen unterrichtsergänzender Angebote angeboten. Die Angebote sollen die technischen Entwicklungen aus der Region wiederspiegeln.
Schwerpunkte:
• Arbeiten an und mit Maschinen, Physik zum anfassen
• Kurs „Technik zum Anfassen“
• Handwerkliche Übungen zum erfolgreichen Beruf
• Anschauliche Experimente zum Umweltschutz
• Experimente Umgang mit Energie / Nachhaltigkeit
• Experimente Energieerzeugung ohne Umweltbelastung

Die Experimente sollen in unterschiedlichen Formaten erlebbar bzw. nutzbar sein:
• Technische Experimente mit Jugendlichen als Sommerfreizeit
• Offene Garage einmal im Monat für Bürger und Familien
• Angebote mit JugendgruppenAm 25. August 2019 lädt der Verein zu einem Tag der offenen Tür ein. 11:00 -16:00 Uhr.

Antragsteller: Drei-Städte-Depot e. V.

Gesamtkosten ca. 20.500 Euro

LEADER-Mittel ca. 13.300 Euro

Großes Interesse auch bei Erwachsenen

Freizeitanlage Obergrunewald

Das Gelände des Dahlerauer Turnvereins in Radevormwald soll eine für Jung bis Alt nutzbare Freizeitanlage werden. Sie soll der Bevölkerung offen stehen, Kindern und Jugendlichen eine attraktive Freizeitgestaltung ermöglichen und so das gesellschaftliche Leben in den Wupperorten bereichern. Außerdem erhofft sich der Verein, durch die Erweiterung des Sportangebotes neue Mitglieder gewinnen zu können. Unser Projekt ist in mehrere Teilprojekte gegliedert und umfasst u. a.

Antragsteller: Dahlerauer Turnverein 1889 e. V.

Gesamtausgaben: 170.781 Euro

LEADER-Mittel: 99.992 Euro

 

Dorfservice Oberberg

Der Oberbergische Kreis wird in seinen beiden LEADER-Regionen "LEADER Bergisches Wasserland" und "LEADER-Region Oberberg 1000 Dörfer -1 Zukunft" ein weiteres Angebot schaffen, um das breite Engagement in den Dörfern zu stärken. 

Dieser mobile Service:

Antragsteller: Oberbergischer Kreis

Gesamtkosten: ca. 145.000 Euro

LEADER-Mittel: ca. 94.000 Euro

Handlungsfeld 2: Prävention, Migration und Inklusion

Förderprojekt für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund

Der Burscheider Tischtennisclub unterstützt seit Jahren in Schul- und Teilhabeprojekten sozial benachteiligte Kindern und Jugendliche. Der Verein hat festgestellt, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund auch sozial benachteiligt sind und teilweise erst wenige Chancen zur Integration hatten.
Daher will der Verein sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund mit einem innovativen Projekt unterstützen und damit auch die Integration fördern. In einem ersten Schritt werden bedürftige Kinder und Heranwachsende mit Förderbedarf durch die Kooperationspartner wie Schulsozialarbeiter, das Jugendzentrum, die Grundschule identifiziert. Das betrifft sowohl Personen mit als auch ohne Migrationshintergrund. Diesen wird über ca. 2 Jahre ein kostenfreies Freizeitangebot angeboten, das neben Sport, Vereinsaktivitäten und Ausflügen auch Jugendfreizeiten beinhaltet. Die 25 unterschiedlichen Aktionen werden durch den Verein organisiert, aber teilweise von anderen Vereinen mitbetreut. Durch die Teilnahme an den Veranstaltungen sollen die Heranwachsenden Kompetenzen in Ihrem Sozialverhalten weiter entwickeln, ihre Heimat kennenlernen, sich selber fördern und neue Kontakte finden. Es sollen nicht immer die gleichen Teilnehmer mitmachen, damit möglichst viele von dem Angebot profitieren können. Das Projekt dient der Förderung der sozialen Eingliederung, der Prävention und Integration. Im Jahre 2017 Kinder haben nach Angaben des Tischtennisvereins 735 Kinder an Aktionen teilgenommen. Im Jahr 2018 haben laut TTC 1.050 weitere Kinder und Jugendliche davon profitiert. Der größte Erfolg sei bisher das "Teamprojekt Zirkus" im Februar 2018 gewesen, bei dem 280 Kinder und 24 Lehrer mitmachten. 250 Zuschauer besuchten die beiden Vorstellungen. Der TTC und LEADER sind damit sehr zufrieden.

Weitere Informationen

Antragsteller: Tischtennisclub 1948 GW Burscheid e.V.

Gesamtkosten: 48.518 Euro

LEADER-Mittel: 31.536 Euro

Teilnehmer der Osterferienfreizeit 2019

Integration und Inklusion vor Ort durch Sport

Eine neue Tartanbahn, behindertengerechte Sanitäreinrichtungen und  einige kleinere Bauten wie z. B, ein Kommunikationsplatz werden in Odenthal-Blecher vom Turn-Verein Blecher e. V. errichtet.  Damit will der Sportverein die Inklusion voranbringen. Für Beeinträchtigte im Rollstuhl ist es wichtig, mit barrierearmen Anlagen die Unfallgefahr zu minimieren. Deshalb werden die Anlagen modernisiert und ausgebaut. Flüchtlinge sollen über den Sport in das Dorfleben integriert werden. Gefördert werden alle Baumaßnahmen und Honorare für die auf der Anlage stattfindenden Sportkurse. Die Anlage ist innovativ, da in der Gemeinde keine anderen Vereine Leichtathletik speziell für die beiden Zielgruppen anbieten. Bis Juli 2019 wurde die Zuwegung und die Toilettenanlage fertig. Die Arbeiten an der Tartanbahn werden bis zur Eröffnung Mitte September 2019 beendet sein.

Antragsteller: Turn-Verein Blecher e. V

Gesamtkosten: 152.631 Euro

Förderung: 99.210 Euro

Die neue Tartanbahn

JUCA auf Schultour mit Youthnited

Kulturelle Bildung ist in den meisten Fällen besserverdienenden Familien vorbehalten. Dieser Sachverhalt soll vorbildhaft durch dieses jährliche Projekt aufgebrochen werden. Kulturelle Bildung soll in diesem Projekt Jugendlichen zu Teil werden, unabhängig von ihrem sozialen, kulturellen, religiösen und familiären Hintergrund. Dies geschieht in Workshops, im Unterricht, im persönlichen Gespräch und in jeglicher Interaktion mit den Bandmitgliedern.   In  zehn weiterführenden Schulen im  Gebiet des Bergischen Wasserland  wird eine Schultour von zwei Newcomer Bands organisiert, die innerhalb von 14 Tagen zehn unterschiedliche weiterführende Schulen im Bergischen Wasserland an den Vormittagen besucht. Die Bandmitglieder stehen in den Unterrichtsstunden den Schülern gegenüber Rede und Antwort. In den großen Pausen oder in den letzten Schulstunden des entsprechenden Tages, werden in den Schulen, je nach Möglichkeiten, kurze Konzerte der beiden Bands ermöglicht. An den Nachmittagen und Abenden werden diverse Workshops von den Bands angeboten. Das Angebot beinhaltet z. B. Songwriting, Instrumenten -Coaching oder Band Recording. Diese Schultour gepaart mit den Workshops ist für alle Teilnehmer kostenlos.  Das Projekt endet mit einem Jugendfestival der Kulturen.
Projektträger: Evangelisch-freikirchliches Sozialwerk Wermelskirchen e. V.
Ausgaben:141 452,50 Euro
LEADER-Mittel: 91.944,13 Euro

Ambulante Kinderschutzhilfe

Die Beratung zum Kinderschutz soll durch geförderte Fachkraftstellen verbessert werden. Ein niederschwelliges Angebot zur Beratung, das neutral (konfessionslos, nicht Jugendamt) und ambulant ist, soll im Oberbergischen Kreis installiert werden. Ein solches Angebot existiert bisher nicht im Kreis. Das Angebot soll im ländlichen Raum zur Erreichbarkeit von Hilfen beitragen, da die Beratung ambulant/ aufsuchend erfolgen kann. Die beiden Fachkräfte wurden zum 1. Dezember 2018 eingestellt und haben schon viele Einsätze vorgenommen.

Antragsteller: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Oberberg e. V.

LEADER-Mittel: 75.707 Euro

 

Musikstadt Burscheid für alle

Das Projekt greift mit zwei Ansätzen in die Förderung der Musik in Burscheid ein. Einerseits können 20 Kinder und Jugendliche drei Jahre lang kostenfrei ein Musikinstrument erlernen. Andererseits besteht die Absicht, dass viele der "ausgebildeten"  jungen Musiker in eines der Orchester in Burscheid oder einem der umliegenden Orte eintreten. Bis zum Juli 2019 konnten bereits 15 interessierte junge Musiker kostenfrei Unterricht nehmen. Diese Kinder lernen Klarinette, Trompete und Flöten. Weitere Kinder interessieren sich für Tuba und Horn. 

Antragsteller: Orchesterschule Burscheid e. V.

Gesmtkosten: 109.674,50 Euro

LEADER Mittel: 71.288,43

Kunsthaltestellen

Mit dem Kunstmobil – Kuno- sollen regelmäßige Kreativ- und Bewegungsangebote an verschiedenen Standorten im Stadtzentrum und auf den Kirchdörfern durchgeführt werden. Dafür werden „Kunsthaltestellen“ mit Fahrplänen an den Standorten aufgestellt, die auf diese kostenlosen Angebote am jeweiligen Standort hinweisen. Ist der Bedarf groß, kann flexibel darauf reagiert werden. Wir versuchen durch dieses Projekt die Kreativität der Kinder zu fördern. Dies soll durch viele Kunstangebote geschaffen werden. Außerdem versuchen wir viele Flüchtlingskinder zu integrieren, ihre Sprache zu fördern und Konflikte zu lösen. Dadurch soll der Kontakt zu anderen Kindern erleichtert werden und Freundschaften entstehen.
Darüber hinaus versuchen wir durch Sportangebote Koordinationsfähigkeiten, Selbstbewusstsein, Verantwortung und weitere Soft Skills zu vermitteln.

Antragsteller: Wir Wipperfürther-Bürgerstiftung Wipperfürth
Gesamtkosten: 42.768 Euro
LEADER-Mittel: 27.799,20 Euro
 

Der Bauwagen

Chatberatung 4.0

Wir möchten zuerst mit Jugendlichen, Kindern, Eltern und Lehrern in Kürten und Odenthal ein Chatberatungsangebot machen, welches niederschwellig und auch anonym möglich ist. Möglicherweise werden danach auch weitere Schulen eingebunden. Die Beratung soll zu Problemen und Fragen rund um die Themen Schule, Freundschaft, Familie und persönliche Lebensgestaltung geschehen. Chat bedeutet eine schriftbasierte Kommunikation in Echtzeit. Der Chat ist von jedem internetfähigen Endgerät, also auch mit einem Smartphone zu bedienen (über 90% der Jugendlichen verfügen über ein Smartphone). Zusätzlich werden wir in den Schulen und damit den Schülern auch internetfähige Tablets zur Verfügung stellen. Des Weiteren können wir auch LehrerInnen, die Rat benötigen und weiterführende Fragen bezüglich ihrer Schüler haben, auf diesem Weg niederschwellig und zeitnah Beratung anbieten.

Die den Chat durchführende Berater/in (ggf. auch mehrere) soll eine (sozial)pädagogische Grundausbildung und Kenntnisse in lösungsorientierter Beratung besitzen sowie speziell im Bereich der Onlineberatung geschult sein. Er/Sie soll eine halbe Stelle arbeiten.

Antragsteller: Katholische Erziehungsberatung e. V.

Ausgaben: 123.369,00    
LEADER-Mittel: 80.189,85

Handlungsfeld 3: Tourismus

Wasser verbindet - Ausstellung zur Wasserlandschaft Dhünn

Im Rahmen des Projekts soll die Ausstellung „Wasser verbindet“ erstellt werden. Sie soll in Wermelskirchen sowie an zwei Außenstandorten in Odenthal und Kürten umgesetzt werden. Die Außenstandorte sind die sogenannten „Reisegärten“ (Wanderparkplätze mit Informationstafeln).
Bestandteile des Projektes sind die Erarbeitung und Umsetzung einer Ausstellung. Diese soll aus Schautafeln, didaktischen Modulen und interaktiven Elementen bestehen. Die Ausstellung am Standort Lindscheid soll sich schwerpunktmäßig mit den sich im Umfeld befindlichen Wasser-Themen beschäftigen und diese vermitteln. An den  weiteren dezentralen :aqualon-Standorten werden Schautafeln zu den wasserwirtschaftlichen Themen angebracht, welche den thematischen Bogen der Ausstellung in Lindscheid in die Kommunen Kürten und Odenthal transportiert und umgekehrt auf die zentrale Ausstellung in Lindscheid neugierig machen.

Projektträger Bergische Wasserkompetenz Region :aqualon e.V.    
Ausgaben: 145.000 €
LEADER-Mittel 94.250 €

 

Erhaltung und Ausleuchtung der "Drei Kreuze" in Wipperfürth-Ommerborn


Die  „Drei Kreuze“ sind ein bekanntes, freistehendes Denkmal, das durch die exponierte Lage weithin sichtbar ist. Leider wurden diese in der Vergangenheit mehrfach durch Schmierereien beschädigt. Den Altarraum hat der Verein schon neu anstreichen lassen, aber die Rückfront ist noch stark renovierungsbedürftig.

Beseitigung von Frostschäden, Neuanstrich der Kreuze ,  Ausleuchtung und Kameraüberwachung des Objektes. Zweck ist die Vermeidung  von Schmierereien und Beschädigungen.

Warum ist das Projekt Ihrer Ansicht nach innovativ?
Die „Drei Kreuze“ würden erstmalig angestrahlt und durch die exponierte Lage auch nachts weithin sichtbar sein. Es werden spezielle, insektenfreundliche Leuchtmittel zum Einsatz kommen, von der NABU genehmigt.

Antragsteller: Förderverein zur Brauchtumspflege Ommerborn e. V.

Ausgaben 29.853,02 Euro

Förderung 19.404,46 Euro

Behindertengerechte Draisinen

Der Verein "Wuppertrail" betreibt auf einer stillgelegten Eisenbahnstrecke im Tal der Wupper Fahrraddraisinen. Sie sind für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte nicht geeignet. In der Vergangenheit kamen häufig Interessentenanfragen nach Draisinen für Rollstuhlfahrer. Bisher konnten Fahrten auf den Draisinen für Rollstuhlfahrer in einem weiten Umkreis nicht angeboten werden, weil auch bei anderen Anbietern die geeigneten Fahrzeuge fehlten.
Projektidee: Um die Teilhabe von Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten zu erreichen sowie diesen Gästen ein neues touristisches Angebot zu bieten, wurden zwei derartige Draisinen angeschafft werden. Die Draisinen werden danach an Nutzer vermietet. Das Projekt ist innovativ, da in ganz NRW nur ein anderer Betreiber behindertengerechte Draisinen anbietet.
Durchführung: Bereits in den ersten Wochen nach der Anschaffung der Draisinen nutzten Rollstuhlfahrer das Angebot. Die Projektidee erfüllte die Erwartungen in Hinblick auf Teilhabe und die Ergänzung des touristischen Angebotes. Weitere Informationen

Antragsteller: Wuppertrail e. V. 

Gesamtkosten: 13.504,57 €

LEADER- Mittel:  5.401,83 €

 

Draisine bei der Eröffnungsfahrt

Bergischer Fahrradbus

Mehrere Busse mit Fahrradanhängern für 16 Räder befördern in einem Takt Fahrräder und andere Nutzer. So werden sowohl für Wanderer als auch für Rad- und Mountainbiker die Freizeitwege im Bergischen erschlossen und somit die Erreichung des jeweiligen Ausgangspunktes garantiert. Aufgrund der Topographie ist der Weg aus dem Rheintal ins Bergische Land anstrengend. Der Bus verkehrt daher zwischen Leverkusen und den Orten Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und Marienheide in beiden Richtungen, wo jeweils Ein- und Ausstiege in den Panoramaradweg (Bergischer Panoramaradweg und Balkantrasse) möglich sind. Gleichzeitig ist an den Haltestellen der Zugang zu einigen Wanderwegen des Bergischen Wanderlandes („Der Bergische Weg“, „Der Bergische Panoramasteig“ oder „Die Bergischen Streifzüge“) möglich. Der Bus fährt an Wochenenden und Feiertagen. Im Jahr 2017 nutzen ca. 2.000 Fahrgäste den Bus, obwohl er erst im Juli den Betrieb aufnahm. Im Fahrplan 2018 wurde eine Fahrt hinzugefügt, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. Das Projekt ist innovativ, da es vorher im weiten Umkreis keinen Fahrradbus gab.
Das LEADER-Projekt beschränkt sich auf die Anschaffung der Fahrradanhänger und die Bezahlung der Werbemaßnahmen. Der Betrieb der Busse ist von der Förderung ausgenommen. Einen Eindruck erhalten Sie in dem unenstehenden Video.
Weitere Informationen...

Antragsteller: Regionalverkehr Köln GmbH

Gesamtkosten: 145.672 Euro

LEADER-Förderung: 58.269 Euro

 

Kaffee verbindet Jung und Alt

In Marienheide kann pünktlich zur Wiedereröffnung der Gastronomie ein neues kulinarisches Angebot starten: Im neuumgestalteten Gebäude an der Lingese-Staumauer können ab dem Sommer Ausflügler, Sportler, Familien oder einfach Kaffeeliebhaber live die traditionelle Kaffeeröstung beobachten und sich mit leckerem Kaffee und Kuchen in der Kafferösterei Pagnia stärken. Das Cafe arbeitet in Kooperation mit der Lebenshilfe e. V. 

Folgende Angebote werden nach und nach realisiert:

Antragsteller: Kristina Pagnia

Gesamtkosten: 153.000 Euro

LEADER-Mittel: ca. 99.000 Euro

Umbau zur Kafferösterei

E-Bikeverleih, Fahrradreparatur und -reinigung

In Wipperfürth startet das Projekt: E-Bikeverleih, Fahrradreparatur und -reinigung für Alt und Jung.

Das Projekt beinhaltet:

 

Antragsteller: Ökumenische Initiative e. V. 

Gesamtkosten: ca. 88.000 Euro

LEADER-Mittel: ca. 57.000 Euro

Handlungsfeld 4: Energiewende und innovative ländliche Wertschöpfung

Energiewende im Freibad

Das Freibad in Wermelskirchen-Dabringhausen ist das letzte Freibad der Stadt. Es stand 2012 aufgrund hoher Betriebskosten vor der Schließung. Durch die Übernahme des Betriebes durch einen Betreiberverein und viel ehrenamtliches Engagement konnte eine Schließung verhindert werden. Seitdem wird an einer kontinuierlichen Optimierung der Technik sowie Reduzierung der Kosten gearbeitet, um den Bürgern, insbesondere Kindern und Jugendlichen sowie Touristen in Wermelskirchen weiterhin ein attraktives Bad zu bieten.  Ein großer Kostenfaktor ist der Heizbetrieb während der Öffnungszeiten des Freibades. Zukünftig soll die umweltfreundliche und kosteneffiziente Energiewende im Freibad unter Einsatz eines Biomasseheizwerks (BMHW) mit 150 kW erfolgen. Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Wermelskirchen liefert dafür nicht nutzbares Restholz an. Das Freibad ist damit eines der ersten in NRW, das mit einer Hackschnitzelheizung betrieben wird. Es wird in dem Projekt untersucht, ob ein Freibad mit einer Hackschnitzelheizung mit lokalem Holz wirtschaftlich tragfähig betrieben werden kann.

Antragsteller: Schwimmverein Dabringhausen e. V.

Gesamtausgaben: 41.609 Euro

LEADER-Mittel: 26.981 Euro

Im Freibad wird symbolisch ein Scheck übergeben

In der Vorbereitung: E-Lastenräder für das Bergische Wasserland

Noch sieht man sie relativ selten, aber die Zahl ihrer Fans wächst: E-Lastenräder sind umweltschonende Kraftpakete. Bis zu 100 Kilo Zuladung vertragen viele Modelle mühelos, dank Motorisierung sind auch Steigungen kein Problem und auf dem Fahrradweg fährt man nach dem Einkauf am Stau auf der Straße entspannt vorbei.

Deshalb möchte der Verein LEADER Bergisches Wasserland den Zugang zu E-Lastenrädern im Bergischen Wasserland vereinfachen und damit einen Beitrag zur Mobilitätswende leisten. In einem Wettbewerb hat der Verein Interessenten für die Anschaffung eines E-Lastenrades gesucht. Sie erhalten 75 Prozent Förderung des Anschaffungspreises, es werden insgesamt 21 E-Lastenräder gefördert. Finanziert wird die Anschaffung über das EU-Förderprogramm LEADER, aufgestockt mit Vereinsmitteln.

Mitte Mai wählte eine Jury aus rund 40 Bewerbungen die 21 Gewinner aus. „Jetzt müssen sich die letzten noch für das passende Modell entscheiden, bevor wir Anfang August die Vergabe starten“, sagt Martin Deubel vom Verein Bergisches Wasserland:  „Wir wollen die Räder im September an möglichst viele Nutzer im Rahmen einer kleinen Feier übergeben.“ Kooperationspartner des Projektes ist das Zukunftsnetz Mobilität NRW. Das kommunale Unterstützungsnetzwerk  für nachhaltige Mobilität ist als Berater eingebunden.

Gleich drei der Räder sollen zukünftig in Kürten-Bechen von den Eltern, Erziehern und Kindern der Kindergruppe „Kleine Eselchen“ benutzt werden. Erzieherin Jenny Wiedenhöfer freut sich über ihre neuen Ausflugsfahrzeuge: „Die Kinder können es auch schon kaum erwarten“, sagt sie. Auch bei Kristina Eller in Hückeswagen ist die Freude groß: „Gestern auf dem Hückeswagener Wochenmarkt dachte ich, dass ich mich bald Dank des E-Lastenrades nicht mehr zurückhalten muss. Auf mein Hollandrad passt nicht so viel drauf. Das E-Lastenrad ist eine fantastische Lösung.“ In Wipperfürth bewarb sich unter anderem die ökumenische Initiative um zwei Räder, die in Zukunft an Bürger vermietet werden sollen. Die dortige Foodsharing-Initiative möchte bald einen Teil der Lebensmittel mit dem E-Lastenrad transportieren, die noch verwertet werden sollen.

Spannend ist das Projekt auch für Kommunen außerhalb des Bergischen Wasserlandes. Das Institut für Mobilität und Verkehrssysteme an der Hochschule Bochum begleitet und evaluiert die Nutzung der Lastenräder. So sollen allgemeingültige Erkenntnisse wie z. B. das CO2-Einsparpotential aus dem Projekt gezogen werden. Auch die beiden Kreise sind beratend eingebunden.
Weitere Informationen zum Projekt in der Beschreibung (pdf)

 

Informationen zu den ausgewählten Projekten, die noch nicht umgesetzt wurden, finden Sie unter "Projektförderung"